Ferrotypie für analoge Fotokameras

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Ferrotypie ist ein fotografisches Verfahren, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde und bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts Anwendung fand. Dabei wurde als Träger ein Metallplättchen verwendet, typischerweise ein Eisenblech. Das Eisenblech wurde mit einem jodhaltigen Kollodium versehen und anschließend in einem Silber-Bad sensibilisiert.

Danach wurde das vorbereitete Blech noch in nassem Zustand in eine passende Kamera eingelegt und belichtet. Nach einer für heutige Verhältnisse sehr langen Belichtung wurde das Plättchen in ein Bad mit eisenhaltigen Entwicklern getaucht. Anschließend wurde das bereits sichtbare Motiv mit weiteren Substanzen fixiert und die Chemikalienreste ausgewaschen. Zuletzt wurde die Oberfläche mit einer schützenden Lackschicht versehen. Ende des 19.Jahrhunderts wurden Automaten zur Herstellung von Ferrotypien eingeführt. Diese gelten heute als Vorläufer für die modernen Fotoautomaten.

Als Ausgründung der AGFA besitzt die InovisCoat GmbH fundiertes Know-How und die technischen Möglichkeiten in dem Bereich der analogen Fotografie. Eines der aktuellen Projekte von InovisCoat ist ein analoges Direktpositiv-Bild mit einem Erscheinungseffekt einer Ferrotypie. Der entscheidende Vorteil ist, dass das Material vom Anwender nicht aufwendig über ein Nass-Kollodium Verfahren hergestellt werden und in speziell dafür geeignete Kameras eingelegt werden muss. Der Ferrotypie-Film kann mit jeder gängigen Analogkamera verschossen werden. Die alten Ferrotypien wurden bis zu mehreren Stunden lang belichtet. Der Ferrotypie-Film von InovisCoat hat mit einer Empfindlichkeit von 12 DIN eine Lichtempfindlichkeit, die Aufnahmen bei hellem Tageslicht ohne Stativ zulässt. Zudem kann das Material in gängigen Schwarz-Weiß-Entwickler sowie Fixierbädern verarbeitet werden. Es entstehen eigenartige und unvergängliche Positive mit antikem Erscheinungsbild.

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Ferrotypie Direkt-Positiv für analoge Kameras

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Ferrotypie Direkt-Positiv für analoge Kameras